



Ich war insgesamt zweimal bei Heike in Kamenz zum Brustwarzenpiercing – einmal 2019 und erneut 2024 – und kann das Studio leider nicht weiterempfehlen.
Das „Studio“ befindet sich im Keller eines Privathauses. Die Atmosphäre war eher befremdlich, und auch wenn es nicht direkt schmutzig war, hatte ich nicht das Gefühl, mich in einem wirklich hygienischen oder professionellen Umfeld zu befinden.
Beim ersten Mal (2019) ließ ich mir beide Brustwarzen unter lokaler Betäubung piercen. Ich hatte danach über eine Woche Schmerzen, musste ein paar Tage Schmerzmittel nehmen, aber immerhin heilten die Piercings damals relativ gut ab.
2024 wollte ich die Piercings erneut machen lassen. Heike meinte, die alten Kanäle seien noch offen, sodass sie einfach erneut durchstechen könne. Die rechte Seite funktionierte einigermaßen. Auf der linken Seite allerdings wurde das Piercing völlig schief gestochen – was ich am nächsten Tag im Spiegel mit großem Schreck feststellte. Schon direkt nach dem Termin hatte ich so starke Schmerzen, dass ich aus dem Bus aussteigen und zur nächsten Apotheke laufen musste, um Schmerzmittel zu kaufen. Ich konnte kaum aufrecht sitzen.
Die Kommunikation danach war enttäuschend: Heike zeigte keinerlei Einsicht, behauptete, sie habe durch den alten Kanal gestochen – obwohl ich beim Stechen gesehen habe, dass sie diesen nicht traf, lange herumprokelte und dann offensichtlich neu ansetzte. Ihre Reaktion war kühl und wenig lösungsorientiert: Ich solle den Schmuck einfach entfernen und einen neuen Termin vereinbaren.
Ich habe mich dann an einen professionellen Piercer in Berlin gewandt. Dort wurde mir erklärt, dass das Gewebe unter lokaler Betäubung reagiert und sich zusammenzieht – was wahrscheinlich zu den Problemen bei Heike geführt hat. Ich ließ das Piercing in Berlin ohne Betäubung neu stechen – und das, obwohl ich wirklich Schiss hatte. Es waren wirklich nur 2 Sekunden Schmerzen, zu meinem Erstaunen hatte ich danach wirklich keinerlei Schmerzen mehr in dem gesamten Heilungsverlauf. Keine Schmerzmittel, kein Brennen – nichts. Das war für mich der Beweis, wie groß der Unterschied bei professioneller Arbeit sein kann.
Auch das andere Piercing, das bei Heike „halbwegs gut“ beim zweiten Mal gestochen war, musste ich letztlich entfernen lassen, da es viel zu oberflächlich gestochen wurde. Der Stab wuchs innerhalb weniger Wochen heraus und war bereits in der Mitte sichtbar.
Ich bin zweimal extra von Berlin nach Sachsen gefahren, weil ich dachte, ich sei bei einer erfahrenen Spezialistin – vor allem wegen der Betäubung. Leider war es am Ende eine sehr enttäuschende und körperlich belastende Erfahrung. Ich schreibe diese Bewertung in der Hoffnung, dass andere sich damit besser orientieren können und sich unnötigen Schmerz und Frust ersparen.